Gösseringgraben, Mühlbach und die Nachhaltigkeit

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Erneut eine Wortmeldung zum Thema Gewässerschutz in Hermagor, auf der Grundlage eines Lokalaugenscheins am 12. April 2017 und parallel zu aktuellen Berichten auf anderen Seiten.

Im Gailtalnetz wurde im sogenannten „Logbuch“ am 13. April 2017 Aktuelles zur Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“ geschrieben. Diese Notiz wurde auf die gleichnamige Seite übernommen: https://rettetdenmuehlbach.wordpress.com/2017/04/13/weiter-grund-zur-sorge-aber-auch-noch-hoffnung/

Nun, die Bürgerinitiative konzentriert sich ausdrücklich auf ihr Ziel, den Mühlbach zu retten, und befasst sich absolut nicht mit den entstehenden Kraftwerken (Mehrzahl!) im Gösseringgraben und deren Auswirkungen auf eine bislang geschonte Naturlandschaft.

Daher wollen wir unseren Beitrag dem Gesamtgeschehen widmen. Die Drosselung und möglicherweise insgeheim auf lange Sicht angepeilte Stillegung des Hermagorer Mühlbachs ist nur eine Folge der Bestrebungen eines der beiden Kraftwerksplaner am unteren Ende des Gösseringgrabens.

Der bereits eingangs erwähnte Lokalaugenschein einer Hermagorerin in der Osterwoche brachte zweierlei klar zutage. Der „hintere“ Betreiber, Herr Steinwender, ist um eine Harmonisierung seiner Anlagen mit der umgebenen Natur bemüht. Entsprechende Wahrnehmungen konnten bei diesem Spaziergang bis zum Ende des zweiten Drittels des Gösseringgrabens zur Erleichterung der Naturliebhaberin beitragen.

Selbstverständlich reißen bauliche Tätigkeiten Wunden auf. Doch Herr Steinwender ist bestrebt, die Naturgebiete wieder zuswachsen zu lassen, Teichlandschaften bzw. Becken entstehen zu lassen, in denen sich wieder Wasservögel tummeln können. Auch konnte festgestellt werden, dass an einigen Stellen bereits wieder aufgeforstet wurde!

Leider kann dies nicht von den Bestrebungen des „vorderen“ Betreibers, Herrn Andreas Patterer, gesagt werden. Einerseits ist dies durch die bisherigen aktenkundigen Vorgänge belegt, andererseits braucht man sich nur zum Wasserwehr begeben, das über „Leben und Tod“ des Mühlbachs entscheidet, der an dieser Stelle von der Gössering abgezweigt wird, und man wird Erschreckendes bzw. Enttäuschendes beobachten. Es zeigt sich, dass der Kraftwerksplaner offenkundig gezielt dem Mühlbach zu Leibe rückt, um den Durchfluss möglichst abzuwürgen.

Leider berichteten die Kleine Zeitung und die regionalen Medien zwar über die skandalösen Vorgänge, doch sowohl im Gemeindeblatt als auch in den regionalen Medien wurde nicht alles richtig dargestellt. Weder handelte es sich jemals um einen „Streit“ zwischen Bürgerinitiative, Behörden und Betreibern (die Bürgeriniative setzt sich zusammen aus BürgerInnen, die von den Vorkommnissen nicht rechtzeitig erfuhren, nun bestmöglich Erhebungen durchführen und den Dialog mit der Stadtgemeinde suchen!) noch gibt es Grund zur Freude darüber, dass der Mühlbach „wieder rinnt“, denn diese Freude ist durch den Umstand getrübt, der Betreiber Anderas Patterer erneut gegen den Bescheid berufen hat, in dem die Auflage enthalten war, den M;ühlbach zu erhalten). Somit ist ein Verfahren anhängig. Auch gibt es weitere Gründe, besorgt zu bleiben, was aber hier den Rahmen sprengen würde. Und zur Zeit schweigen die Blätter… Es ist zu hoffen, dass nach einem gewissen Erlahmen aus welchen Gründen auch immer weitere faire Berichterstattung mit guter Recherche folgen wird.

Was den „Bruder Mühlbach“ und die Initiative zu seiner Rettung anbelangt, wird empfohlen, die Seiten Gailtalnetz http://gailtalnez.wordpress.com und „Rettet den Mühlbach!“ http://rettetdemuehlbach.wordpress.com zu besuchen. Auf der Seite „Rettet den Mühlbach!“ werden weitere Details veröffentlicht.

  1. Oberes bzw. hinteres Kraftwerk (Steinwender)

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2. Unteres bzw. vorderes Kraftwerksprojekt  bzw. Maßnahmen des Betreibers (Patterer)

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Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach!“

titel-ga-allg-webLieber würden wir hier über Erfreuliches berichten, über kulturelle Highlights, über vorbildliche Nachhaltigkeitsprojekte…Stattdessen weisen wir auf einen neuen Höhepunkt eines kulturellen Niedergangs hin. Hermagor zerstört sich selbst.

Park um Park, Wiese um Wald, Weg um Steig verschwinden aus dem Ortsbild für mehr Beton und Profit. Ein sehr kurzsichtiges Denken, das vermutlich von späteren Chronisten als postmoderne Schändung des Ortes und als Kultur- und Naturschande geschildert werden wird. Nicht genug mit der bisherigen „Modernisierung“, die Parks optisch verarmen lässt, Kindern ihren Skaterpark genommen hat, den Bürgern ihre Pfade und Naherholungsgebiete raubt, Zugänge zu Sehenswürdigkeiten verkommen lässt…

Nach einem sukzessiven Ausverkauf der Lebensqualität und Naherholungsbereiche allüberall werden gerade die letzten Naturschätze Hermagors schleichend gemordet. Von den meisten unbeachtet, von vielen hilflos miterlebt, und viele erfassen gar nicht die Tragweite für sich selbst und künftige Generationen.

Es reicht! Es reicht schon längst! Einige Betroffene haben sich nun zusammengeschlossen und eine Bürgerinitiative gegründet, die sich massiv zur Wehr setzt, für das, was eigentlich Aufgabe der Volksvertreter wäre. Wobei sich die Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach!“ außerstande sähe, sich all der Fehlentscheidungen anzunehmen, die den Niedergang einer schönen kleinen Stadt einläuten. Es kann nicht ihre Aufgabe sein. Es wäre die Aufgabe aller, die Augen offen zu halten und sich zur Wehr zu setzen, da wo Eingriffe erfolgen, die die Lebensqualität der Bewohner sukzsessive mindern.

Nein, das ist zu starker Tobak und kann nicht beschönigt werden. Da sei auf sachliche Berichterstattung an anderer Stelle verwiesen. Hier wurde damit begonnen und folgt hoffentlich bald noch mehr dazu.

Das GAILTALNETZ versucht ganzheitlich zu berichten – von der Aktion, den Hintergründen, mit Bildmaterial und literarischen und sonstigen künstlerischen Beiträgen https://gailtalnetz.wordpress.com/aktuelles/rettet-den-hermagorer-muehlbach/

Auch der Blog „Rettet den Mühlbach“ wurde geschaffen, um auf die Situation aufmerksam zu machen http://rettetdenmuehlbach.wordpress.com

Warum wir uns aufregen? Weil hier Menschen am Drücker sind, die das Wort Nachhaltigkeit gehörig falsch verstanden haben. Nein, es ist nämlich nicht nachhaltig, ein Stück Natur dermaßen zu schänden, nur um ein kleines Kraftwerk aus dem Boden zu stampfen, um damit „Kohle“ zu machen. Hier ist gröbste Zerstörung am Werk und ein letztes Paradies liegt in Agonie.

Woanders wird erkannt, dass intakte Natur ein höchstes Gut ist. Was ist los mit Hermagor? Wo ist das Bewusstsein für die Natur, der Respekt vor der Natur, die Liebe zur Natur? Ist es nur noch Heuchelei in Hochglanzprospekten? Oder gibt es noch Menschen mit Gefühl? Sie werden doch nicht alle abgewandert sein? Wo  seid ihr? Unterstützt die Bürgerinitiative!

Im Folgenden ein Aufruf der Autorin Helene Pilz im Namen der Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach in Hetmagor!“

Anschließend ein Gedicht, das versinnbildlicht, dass Wasser mehr ist als nur ein Produktionsmittel.

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Welt-Schamane erstmals in Österreich

Unsere „Schwester“, die Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle, hat den urbanen Schamanen Nagual Uchu zu einem ersten Österreich-Besuch eingeladen. Wir empfehlen den Besuch seines Workshops (22./23. April 2017 im Südburgenland) und geben bei dieser Gelegenheit den Newsletter vom 12. Jänner 2017 der Kristallquelle-Akademie wieder: https://gailtalakademie.wordpress.com/mehr/newsletter/ – mehr über Nagual Uchu und seinen Workshop https://akademiestegersbach.wordpress.com/termine-aus-der-fachgruppe/moderner-schamanismus-vom-erschaffen-der-realitaet/

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Aktionstage Nachhaltiges Österreich 2017

Auch im kommenden Jahr werden wieder österreichweit Aktionstage stattfinden, an denen sich nachhaltige Projekte und Initiativen beteiligen können. Aller Voraussicht nach wird sich die Gailtaler Akademie nicht aktiv beteiligen, wohl aber ihre Partner-Akademie im südlichen Burgenland https://akademiestegersbach.wordpress.com/termine-aus-der-fachgruppe/aktions-und-kulturtage-2017/. Die Aktions- und Kulturtage Anfang Juni im Burgenland werden also wieder im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen, diesmal mit dem Rahmenthema „Verbundenheit“ und einem neuen Lesefestival „1001 Minute“  https://1001minute.wordpress.com/

Wenn Sie sich mit einem Projekt beteiligen möchten, die Eintragungsfrist beginnt im Dezember 2016 http://www.nachhaltigesoesterreich.at/

Wenn Sie am Lesefestival „1001 Minute“ teilnehmen oder  sich aus anderen Gründen mit der Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle in Verbindung setzen möchten. hier der Kontakt-Link:  https://akademiestegersbach.wordpress.com/kontakt/

Indirekt ist die Gailtaler Akademie allerdings durch ihre Präsenz im Nachhaltigkeitskatalog sehr wohl vertreten…

Nachhaltiges – Wasserreinigung und Wasserkultur

Es ist schön, auch einmal Informationen zugespielt zu bekommen. Vor kurzem erfuhren wir, dass im Gailtal sieben Naturkläranlagen entstanden bzw. entstehen.

Wie der Hersteller, Bernhard Gleixner, zur Fertigung solcher Anlagen gekommen ist und wie diese funktionieren, ist sehr anschaulich und unterhaltsam in einem Artikel in „raum und zeit“ erklärt: Naturkläranlagenbau_Artikel Raum und Zeit 2015 PDF (6 illustrierte Seiten)

Kontakt zu Bernhard Gleixner:

Mobil +49-157-84961812
Telefon +49-8039-8479113
E-Mail aquariusbernhard at posteo.de
Adresse
Eschlbach 158, 83539, Pfaffing, Bayern
Deutschland
Skype
aquariusgleixner

Ein Hinweise in eigener Sache: Da sich unsere alte Webseite http://gailtalerakademie.wordpress.com leider aus unerfindlichen Gründen nicht mehr aktualisieren lässt, mussten wir auf diese Seite http://gailtalakdemie.wordpress.com ausweichen. Unsere älteren Beiträge bzw. Seiten bleiben dort nachzulesen: http://gailtalerakademie.wordpress.com

Unsere Schwester: Die Kristallquelle

Sie heißt so, weil sie sich in der Thermenregion befindet und im Thermenort Stegersbach im Südburgenland gegründet wurde: Die Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle http://akademiestegersbach.wordpress.com

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Diese ist gerade im Begriff, ihre Sommerpause zu beenden und fortzusetzen, was unterbrochen wurde, nämlich die Vorstellung von nachhaltigen Initiativen.

Seit kurzem habe beide Projekte eines gemeinsam: Eine englischsprachige Seite namens „Tribe of Creators“, die auf beide Projekte und weitere Initiativen verweist, die sich den Schwerpunkten Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit verschrieben haben.

Von Zeit zu Zeit veranstaltet die Stegersbacher Nachhaltigkeitsakademie Treffen, im Unterschied zur Gailtaler Akademie, die zur Zeit nur im Web aktiv ist. Und sie erarbeitet einen Nachhaltigkeits-Katalog, der in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert wird. Er kann hier kostenlos eingesehen bzw. heruntergeladen werden: https://akademiestegersbach.wordpress.com/der-nachhaltigkeits-katalog/

Die englischsprachige Seite will analog dazu englischsprachige Seiten empfehlen. Nach und nach wird dort eine Link-Liste entstehen.

Der Mühlbach rinnt wieder normal

Aus zuverlässiger Quelle erreicht uns die Nachricht, dass der schöne Mühlbach in Hermagor nun wieder kräftig rinnt, wie man es gewohnt war. Möge es so bleiben!

Ältere Beiträge befinden sich übrigens auf unserer alten Seite http://gailtalerakademie.wordpress.com, die sich leider nicht mehr bearbeiten lässt.

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Am 3. Juni 2016 wird das Projekt Gailtaler Akademie für Genuss und Lebenskunst beim Aktions- und Kulturtag 2016 der Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle vorgestellt.

Alle Infos zu dieser Veranstaltung:

https://akademiestegersbach.wordpress.com/kultur-und-aktionstag-2016/